Brief an die Frau

Hier ein Brief eines Mannes an uns Frauen, der gleichzeitig betroffen macht, berührt und aufrüttelt.

 

Ich wünsche jeder Frau, die noch die Liebe im Außen sucht, dass sie auf einen Mann trifft, der sie immer wieder auf sich selbst zurückwirft, sanft und liebevoll und unerbittlich wie ein Fels die unruhige See. Solange, bis sie genug hat von ihren Opferrollen, ihrem Leiden und Sehnen und Warten, solange, bis sie die Liebe in sich selbst findet, bis sie ihre verloren gegangene Würde wiederfindet, bis sie das Bettelgewand endlich abwirft und die Königin befreit.

Ein schmerzvoller Weg, der dir jeden einzelnen Zacken aus der Krone bricht, bevor du deine wahre Krone findest. 



Brief an die Frau  von Christian Malzahn

Mit freundlicher Genehmigung entnommen von: http://seelenfluegel.net/


Frau, damit ich mit Dir sein kann, musst Du Dich selbst lieben, denn sonst müsste ich damit aufhören, mich selbst zu lieben, um mit Dir sein zu können.

Frau, wenn Du meinst, dass ich dafür da bin, Deine Sehnsüchte zu erfüllen, so muss ich Dich ent-täuschen. Es gibt keine wirklichen Sehnsüchte, eher Dein urweibliches Bestreben als Frau geliebt zu werden.

Frau, wenn Du mich für den Prinzen hältst, der Dich aus Deinem Turm befreit, Dich errettet und erlöst; so muss ich Dich ent-täuschen, denn Dich befreien, erretten und erlösen; das musst Du selbst tun.

Frau, wenn Du meinst, ich löse alle Deine Probleme, so muss ich Dich auch hier ent-täuschen. Deine Probleme lösen, das musst Du selbst tun; um Deiner Liebe zu Dir willen.

Frau, es ist vergebens, wenn Du versuchst, meine Liebe mit Deinem Körper zu erkaufen; denn unsere Körper werden von selbst zueinander finden, wenn die Liebe strömen kann.

Frau, wenn Du Dich um meinetwillen aufgibst, fehlt es an Liebe zu Dir selbst und Du hinderst Dich damit selbst daran, mit mir sein.

Frau, wenn Du mit mir sein willst, sei Du selbst, aber schau, dass dein Selbstsein es Dir nicht unmöglich macht, mit mir zu bleiben.

Frau, sei in Deiner Weiblichkeit, damit ich zu Dir in meiner Männlichkeit sein kann.

Frau, Du bist nicht Deine Sehnsucht, denn die Göttin in Dir ist frei davon.

Frau, ich weiss, was ich will und ich weiss, was ich nicht will; und das solltest Du für Dich ebenso wissen. Ich werde kompromisslos sein, in Bezug darauf, dass ich auf Dauer etwas ertrage, was mir nicht gut tut, nur um einen Teil von dem mit Dir zu leben, was ich mir wünsche. Ich kann nicht auf Dauer mit Dir zusammen sein, wenn Du rauchst, über die massen trinkst und/oder Drogen nimmst, denn das würde bedeuten, dass es an Deiner Liebe zu Dir selbst fehlt. Ich werde von Dir fernbleiben müssen, wenn Du mich klammerst und wenn Du darauf aus bist, mich zu Deinem Willen verändern zu wollen. Das soll nicht heissen, dass ich Veränderungen gegenüber verschlossen bin, wenn sie meinem und unserem Wachstum dienen. Ich werde von Dir fernbleiben, wenn Du Dein Leben auf Dauer nicht im Griff hast.

Doch Ich kann mit Dir zusammen sein, wenn Du in der Lage bist, meine Nähe und mein So-Sein anzunehmen, so wie es ist und so wie ich bin. Ich werde gern mit Dir sein, wenn Du die Schönheit, die Fülle und den Reichtum des Lebens begriffen hast um dies mit Dir zu teilen.

Frau, ich möchte Dich lieben, mit Dir zusammen leben, ohne dass Du Dich dabei selbst verlierst. Sei mit mir und fasse den Mut, Dich mit mir zusammen zu schliessen. Du musst nicht das Selbe tun wie ich, aber es wäre schön, wenn Dich interessiert, was ich tue. Ich möchte, dass jeder seins macht und dass wir zusammen an gemeinsamen Projekten arbeiten können. Eigenen Raum haben und gemeinsamen Raum schaffen. Wenn der eine mal wankt, ist der Andere da, um aufzufangen. Wenn der eine mal krankt, ist der andere da, um ihn zu stützen. Wenn ich alleine auf Reisen bin, freue ich mich, wenn Du fragst, wie es mir geht und Du Dich um mich sorgst; so merke ich, dass Du mit mir bist.

Frau, sei angstfrei und erfreue Dich des Lebens mit mir, so wie ich es auch tue, denn die Zeit, die wir beide gemeinsam hier auf Erden haben, ist kostbar und jede Sekunde, die wir nicht miteinander erleben, ist unwiederbringlich. Frau, wir, Mann und Frau, sind zwei völlig verschiedene Wesen, und doch ist es möglich, das Einige in den Zweien zu leben.

-Christian Malzahn-


Anmerkung: Da ich wiederholt gefragt wurde, ob es auch einen "Brief an den Mann" gäbe; bwz. der "Brief an die Frau" auch im Umkehrsinn für Männer gelte, erkläre ich hierzu Folgendes:

Der "Brief and den Mann" würde sich inhalt
lich im Grossen und Ganzen nicht wesentlich vom "Brief an die Frau" unterscheiden. Ein wichtiger Punkt, der wirklich völlig differiert, ist in Bezug auf das Geliebtwerden. Das hat energetische Gründe in Bezug auf die unterschiedlichen energetischen Zustände von Mann und Frau. Das urweibliche Bestreben, da es im Kern Liebe ist, ist das Geliebtwerden. Das urmännliche Bestreben ist es, zu lieben. Das ist etwas, was ein männlicher Mensch, wenn er Mann werden will, lernen muss. Der Mann ist Derjenige, der, wenn er wirklich Mann ist, in Bezug auf die Emotionalität der Frau einfach nur Stabilität gibt; die weibliche Emotionalität aushalten kann, wenn sie ins Ungleichgewicht gerät. Das kann er nur wirklich richtig, wenn er sich aus seiner Gier befreit und wirklich lieben lernt. Bei diesem "Getragenwerden" vom Mann kommen natürlich sofort die ersten Missverständnisse der Heutigen Frau auf, die kein männliches Wesen mehr kennt, das wirklich Mann ist. Das Getragenwerden durch den Echten Mann hat nichts mit Beherrschen oder Unterordnen zu tun; vielmehr mit Respekt und Liebe des Echten Mannes zur göttlichen Weiblichkeit. Denn im Kern ist Frau, wie gesagt, pure Liebe. Der Junge darf lernen, zu lieben. Das Mädchen darf lernen, kompromisslos die Liebe zu werden, die sie ist. Eine Echte Frau wird zu jemanden, der sie nicht erreicht, einfach sagen: "geh spielen, kleiner Junge!". Sie wird sich nicht von ihren eigenen Emotionen in Bezug auf ihn komprimittieren lassen, denn sie weiss, was sie will und sie weiss, was sie nicht will.


-Christian Malzahn-