Erwachen durch (SP)-Beziehung


Was sind Beziehungen und wozu dienen sie?


Solange wir uns nicht selbst als die Leere, als das reine Sein erkannt haben, als die Leinwand, auf der sich die Formen tummeln, kommen und gehen, solange wir also mit den Formen identifiziert sind, brauchen wir eine andere Leinwand, um uns darauf zu werfen. Wir beziehen unsere Gedanken, Gefühle auf einen anderen Menschen, "benutzen" ihn quasi als Leinwand, um uns zu spiegeln und uns in ihm zu erkennen.


(c) ute strohbusch

 

 

Wer meine Artikel aufmerksam verfolgt, erkennt, dass ich schrittweise in die Tiefe gehe, Schicht für Schicht ent-wickle.

Manchmal scheine ich mir selbst zu widersprechen. Das liegt daran, dass sich die EIN-Blicke relativieren und sich dem Absoluten langsam nähern. Jeder Artikel ist eine Auflösung gewisser Standpunkte des vorherigen Artikels. Eine Weitung und Lichtung des ICHs. Und jeder, der liest, steigt dort ein, wo er/sie gerade in Resonanz geht. Also vertraut euch in eurem Prozess.

Denn in Wahrheit geschiehts NICHTS. Aber aus der Sicht des Egos geschieht sehr viel, so viel wie niemals zuvor.

Viel Spaß beim Ver-TIEFE-n.

 

Solange wir noch realtiv unbewusst sind, sind auch unsere Beziehungen unbewusst.

 

Je näher wir unserem Sein, welches reine Liebe IST, auf unserem "Entwicklungsweg" kommen, je weiter sich unser falsches ICH lichtet, desto näher kommen wir auch in den Beziehungen, die wir erleben, der unzerstörbaren ewigen Liebe des Seins.

Wir machen mit dem Seelenpartner wahrscheinlich zum ersten Mal die ER (ICH)fahrungen der Begegnung mit unserer wahren Natur, nehmen es WAHR, diese unendliche große Liebe, und fühlen gleichzeitig, dass es etwas ist, dem unser kleines Ego vollkommen ausgeliefert ist.

Wir er(ICH)leben nun Beziehung anders. Einerseits kommen wir zum ersten Mal in Berührung mit der wahren Natur unseres Seins, andererseits können wir das, was da mit uns passiert, nicht kontrollieren, nicht verlassen, unterdrücken, verdrängen, wegkriegen, auch wenn wir dies auf unterschiedlichste Strategieweisen und oft sehr laaaange versuchen, denn diese Liebe ist größer als alles, was wir kennen, weil es so unendlich größer ist als unser Ego, unser kleiner ICH-Gedanke. 

 

Gleichzeitig werden wir aber genau dadurch mit allen Ebenen unseres Egos konfrontiert, und diese stehen der unmittelbaren wahren Er(ICH)fahrung der Liebe im Wege, verhindern sie, schließen sie aus.

Warum...

Weil das EGO und LIEBE sich ausschließen.

Es gibt keine Liebe innerhalb oder aus dem Ego heraus, nur Fragmente davon, weil das Ego selbst nur ein kleiner Teil ist. Eine Knäuel von Gedanken, die wir durch unablässiges Denken stabil zu halten versuchen. Und dies gibt uns unsere scheinbaren Identitäten.

 

Das Ego ist alles, was Liebe NICHT ist. Es ist Abwesenheit von Liebe. Das Ego ist vor allem WIDERSTAND gegen das Leben. Denn das Ego besteht zu 100% aus Widerstand gegen das Jetzt, es ist ein permanentes NEIN zum Leben selbst. Das Ego ist eine eingebildetet Identifikation mit FORMEN, aber unser S-EIN - die Liebe - ist das, worin die Formen lediglich erscheinen und vergehen.

 

DA -SEIN-s Formen sind:

der Körper, alle Gegenstände, die Welt, die Sterne,  alles Materielle

aber eben auch alle Gedanken und Gefühle

 

Das SEIN ist der RAUM, worin alles erscheint.

 

Alles ist Energie, die verschiedene Formen annehmen kann, die entstehen und vergehen, die geboren werden und sterben.

Das SEIN ist ewig und unendlich und unveränderlich. In ihm geschieht Veränderung, aber das SELBST verändert sich nicht.

Alles, was also entstehen kann und wieder vergeht, sind Formen. Dazu gehören vor allem auch Gedanken und Gefühle, mit denen wir uns aber unablässig identifizieren.

 

Sobald ich also identifiziert bin mit Formen, kann ich Liebe - SEIN nicht mehr wahrnehmen. Ich benenne, bewerte und verstümmele sie je nach Art der Identifikation und wechsle ständig meinen Standpunkt innerhalb der polaren Gegensätze. Ich fragmentiere sie.  In dem Moment entgleitet uns die Liebe.

Dieses Entgleiten löst jedoch einen noch tieferen Schmerz aus, und  so suchen wir mit unserem Ego noch verzweifelter nach der Liebe und finden sie nicht. Oder wir resignieren und suchen in Ersatzhandlungen, materiellem Besitz, ideellen Werten, was wiederum auch eine verkappte Suche nach Liebe ist, nach dem Gefühl, erfüllt zu sein.

 

Zum ersten Mal erleben wir nun die tiefste entfernteste Struktur der Polarität überhaupt: Wir erfahren die Liebe unseres wahren Seins und erleben gleichzeitig die allergrößte Unerreichbarkeit durch unser scheinbar viel wahreres und existenteres Ego.

 

Und kaum nehmen wir diesen Zwiespalt unbewusst wahr, machen wir das, was das unbewusste Ego immer tut: diesem Menschen, der uns erstmals in solcher Wucht in die gespaltene Begegnung mit uns Selbst bringt, stülpen wir schon wieder neue Begriffe und Schubladen über: Seelenpartner, Dualseele, Zwillingsflamme. Verzweifelt klammern wir uns an der neuen Idee fest, suchen nach Erklärungen, nach der Erlösung in den überirdisch schönen Geschichten eines "Plans", die sich um diese hoffnungsvollen Schubladen ranken, und beschäftigen uns wieder oberflächlich und vordergründig mit den neuen erfüllungsverheißenden Identifikationen und Konzepten des Minds, an die wir unsere Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte, Ängste und Zweifel hängen. (Gedanken, Gefühle und weitere Idenditäten, die wir daraus machen können)

 

Und doch gibt es dieses Phänomen. Aber wir benutzen es als neu identifikation, um unser Ego weiter zu festigen. Die Inhalte sind seit Äonen austauschbar, die Struktur des Egos bleibt jedoch unverändert erhalten! Früher war es: MEIN Hunger, MEIN Überleben, MEINE Ehre, MEIN Name, MEIN Beruf, MEINE Krankheit, dann MEIN Auto, MEIN Haus, MEIN Partner, MEINE Geschichte, und nun MEINE spirituelle Entwicklung, MEIN Wachstum, MEIN Licht-und Liebe-Zustand. Und nun kommt hinzu: MEIN Seelenpartner, MEIN tiefster Schmerz, MEINE neue Geschichte, MEIN neues Drama. Es führt uns noch tiefer in die Spaltung hinein.... aber dadurch auch näher an die Möglichkeit zum Erwachen.

 

Das Ego macht sich alles zu EIGEN, es macht aus allem eine Identifikation. Ich bin, ich habe, ich tue, ich denke, ich fühle, ich meditiere, ich lasse los... NICHTS davon ist DEINS. Nichts davon ist wahr, alles nur relative Standpunkte und Ideen, die dein Geist vorübergehend zu seiner Wahrheit macht. Deswegen wirst du dich dort nie finden. Und erst recht nicht die Liebe, nach der du suchst. Denn das Ungeteilte kannst du nicht im Geteilten finden. UNMÖGLICH.

 

Es scheint keine Er-Lösung zu geben. Raus und zurück kommen wir nicht mehr in den alten Schlaf, in die alte Kontrolle, und eine ER-Füllung gibt es auch nicht. ER füllt uns nicht. Weil es nur eine ICH-füllung gibt.

Merkt ihr was? Unsere ganze Sprache beruht auf Trennung und Abspaltung. Dazu wurde sie ER-schaffen. Um uns getrennt zu wähnen und im Leid festzuhalten. Einem Leid, welches immer nach ER-Lösung suchen muss und niemals ankommt.

Wer ist dieser ER in unserer Sprache? ER ist GOTT. ER ist immer irgendwo anders, nur nicht hier, wo ICH bin.

Im Grunde suchen wir immer nach Gott. Egal, ob im Besitz oder in der Liebe bzw dem, was wir dafür halten.

 

ER (der Seelenpartner) enzieht sich. So wir ER (Gott) sich uns immer entzieht. Weil wir nicht gut genug sind, noch nicht vollkommen. Also soll ER uns vollkommen machen. ERfolg, ERfahrung, ERwachen.

 

Folge DIR, deiner ICHfahrung und du ICH-wachst. Aber dazu musst du zuerst zu dir gehen und von ihm ablassen. Auch von deinen Gedanken an ihn und auch von den Gefühlen, die ER scheinbar auslöst.

 

Der Seelenpartner entzieht sich. Nicht weil er will oder muss oder eine von sonstwo auferlegte höhere Aufgabe hat, wie esoterische Konzepte uns gerne verheißen wollen, um dem Drama einen spirituellen Sinn zu geben, mit dem sich das Ego wieder gut identifieren kann: Ich bin jetzt was Besonderes, ich habe eine Aufgabe, einen Lernprozess, der mich über die anderen erhebt... der mir Wichtigkeit verleiht, ich bin ein Märtyrer der Liebe... ;-)

Er ent-zieht sich, weil es ein energetisches Spiel ist, weil du schiebst, weil du Druck ausübst. Durch deine Bewertungen, dein Denken und dein Handeln.  Solange du die Identifikationen deines Egos auf SEINE Leinwand wirfst, wird sie dir nur zurückspiegeln, was du darauf wirst: nämlich die tiefste Spaltung und das nicht ankommen können bei dir. Wie willst du auch bei dir ankommen, wenn du dich bei ihm suchst?

Je weiter du dich von dir und deinem SEIN entfernt hast, desto größer ist die gespiegelte Distanz im Außen zu ihm.

 

Das Sein ist die Leinwand, die wir sind. Unser wahres Ich. Die Stille, die Leere, der RAUM, das ICH BIN, reine Existenz.
In diesem Sein erscheinen Formen: der Körper, die Welt, alles Materielle, aber eben auch Gedanken und Gefühle. Und alle Formen sind leer. Es ist nur eine winzige Verschiebung der Aufmerksamkeit... raus aus der Dichte der Formen... in die unendliche Weite und Stille des Raums in dir.

Deswegen entwickelt sich unser Ego, aus einem kollektiven Irrtum: um dieser Leere scheinbar Inhalt zu geben. In einem unaufhörlichen Strom von Gedanken und Gefühlen versucht es sich eine eigene Existenz zu verleihen... in einem ständigen Streben nach Besitz, nach Besitz von Gegenständen, Ideen, Menschen und Gefühlen, versucht es sich zu füllen, dichter zu machen, eine Stabilität zu erreichen. Damit macht sich das Ego vor, unsterblich zu sein. Wenn es JEMAND ist, IST ES.

Schon der Philosoph René Descartes unterlag dieser Illusion: Cogito ergo sum. Ich denke, also bin ich.

 

Obwohl das Ego nur allzu genau weiß, dass alles sich jederzeit wieder verflüchtigen kann, stirbt und vergeht. Aber es spielt weiter krampfhaft dieses Spiel der SELBST Täuschung- es täuscht sich vor, das Selbst zu sein. Nur nicht anhalten! Denn im Anhalten nehme ich die Leere wahr und die Lüge des Egos! Manche Menschen haben ein schier ununterbrochenes Aktiv sein in ihrem Lebensplan, nur um sich nicht zu spüren. Denn dann würde die Lüge sich nach und nach zeigen.

  Wir haben uns vollständig im Ego verloren. Wir sind lieber ein leidendes Ego, welches unablässig versucht sich zu füllen und stabil zu machen und "anzukommen", als eine Leere, in der die Fülle des Lebens erscheinen darf. Aber wir haben dies nicht unter Kontrolle und trauen dem nicht...

 

Wir sind nicht mehr die Leinwand, auf der alles erscheint und vergeht, auf der alles fließt, sondern wir sind mit den Formen identifiziert. Aber egal wie sehr wir uns damit zu füllen versuchen, wir bleiben innerhalb des Egos unerfüllt, kommen nie an, finden uns nicht. Weil wir das größte Wunder vergessen haben: Das die Leere ALLES ist und das Ego eine Illusion.

Das Sein ist die Stille unter allem. Das Sein hat keine Zeit, nur Formen haben Zeit durch Enstehen und Vergehen. Das Sein ist der unendliche Raum, in dem scheinbar Formen geschehen. Das Sein existiert im Moment: JETZT. Das Ego existiert im permanenten Fluss zwischen scheinbarer Vergangenheit und möglicher Zukunft, aber beide gibt es nicht. Du kannst niemals gestern sein und niemals morgen, nicht mal vor einer Minute oder in einer Minute, nur deine Gedanken drehen sich unablässig darum, als ob dies so wäre, und halten die Vorstellung aufrecht.

Jeder Gedanke bringt dich weg aus dem Jetzt, und somit aus dem einzigen Moment, in dem du existierst. Jede Vorstellung, Idee, jede Identifikation bringt dich weg von dir.. und erschafft dir eine Pseudo-Existenz- deinEgo.

Er und Ich (das Ego)... das sind nur Gedankenformen, solange wir nicht beieinander sind. Aber selbst wenn man körperlich beieinander ist, ist man meist nicht im Jetzt, im Sein, sondern auch wieder nur in Gedanken, Gefühlen oder Identifikationen mit der Situation, dem Körper, dem Ort, dem Gespräch, dem Streit, der eigenen Ego-Position, den Erwartungen usw.

 

Erwartungen. ER und WARTEN... ewiges Warten auf IHN, auf Gott, der uns endlich heilt. Auf den Gott da draußen, oder stellvertretend die Welt da draußen. Der oder das, das uns füllt,  uns liebt, uns annimmt, wie wir sind.

Ewiges Warten auf etwas, was scheinbar außerhalb von uns liegt, ewige Leere, ewige Suche, ewige Sucht nach der Form und dem Besitzen der Form in der Hoffnung, das genug Formen uns füllen.... Genug Materielles, genug "richtige" Gedanken, genug "richtige" Identifikationen, genug "richtige", also GUTE Gefühle.

Und doch hatten wir zum ersten mal durch diesen einen besonderen Menschen die vollkommene Berührungen, im Schweigen, im Eintauchen ins Sein, wo Worte, Gedanken und Identifikationen aufhörten. Wir sind erstmals für einen oder vielleicht mehrere Augenblicke in diese Weite gefallen und haben er(ICH)fahren, was unser wahres Sein ist, was wahre Liebe ist.. wo man sich selbst im anderen erkennt. Wo man EINS IST. DAS eine S-EIN.

 

Hattest du schon einmal die Erfahrung, dass du dich aus den Augen des anderen selbst anschaust?

 

Oft "wissen" wir es bereits, bevor es zu diesen erlebten Momenten kam! Alleine das Zusammentreffen mit einem anderen Menschen, mit dem dies überhaupt möglich ist, katapultiert uns bereits in die Tiefe des SEINs, wo wir WISSEN. ER ist es. Mit ihm kann ich ES erfahren. Leider macht schon in selben Moment das Ego wieder SEINS draus, will es HABEN, für immer haben, denn ER scheint offensichtlich in der Lage zu sein, mir diesen Moment zu schenken, und so soll er ab jetzt mein ZIEL sein, das mich ins GLÜCK führt, ins Ankommen, wo aller Schmerz aufhört.

 

Jesus sagte einmal : SEI  STILL und WISSE,  ICH  BIN  GOTT.   (Jedes einzelne Wort ist ein Synonym für DAS EINE)

In dieser Weite können Gefühle genauso stattfinden, Berührungen, Lust, Gespräche, aber man IST die Weite, die Stille, Die Leinwand, das Sein und nicht länger die Form. Der Fokus ist ein anderer. Man IST das Sein, welches sich der Form bewusst ist und sie genießt. Zum ersten Mal erleben wir uns als lebendig, als ER- FÜLLT.

Und danach gehen wir sofort in unser schizophrenes Ego zurück :-))

In der Zeit, wenn wir nicht beieinander sind, existiert nichts davon. Du bist wieder DAS, was gerade IST. Was JETZT ist.

Du müsstest also nicht leiden. Denn alles ist wie es ist.

Und wir können nicht getrennt sein. Von niemandem. Nur vergessen wir das sofort wieder.

 

Also du leidest. Warum...

Weil das Ego eben genau diese Trennung erschafft. Denn das Ego ist ein Ansammlungen von Formen, mit denen wir uns identifizieren, also niemals das Ganze. So kann es auch niemals selbst Ganz werden, egal was es tut, besitzt oder anstrebt.

 

Der wunderbare Mann, mit dem ich mein Ego auflösen darf, sagte nach dieser unserer Urerfahrung: "Er habe eine Woche gebraucht, um sich wieder "einzukriegen", die Kontrolle über sein Leben zurückzuerlangen. " Danach vermied er neue Begegnungen noch vehementer, und er mied mich wie der Teufel das Weihwasser. ;-)

Das Ego will wieder die volle Kontrolle. Diese Erfahrungen mit dem Seelenpartner können so urgewaltig sein, es katapultiert uns dermaßen raus aus dem Ego in die reine Liebe, ins reine Sein. Doch was fangen wir damit an? Es ist neu, es ist unsicher, das Ego fühlt sich in seiner Existenz bedroht. Und weil wir ja glauben, das Ego zu sein, fühlen wir UNS im wahrsten Sinne des Wortes in unserer Existenz bedroht.

Meist sind es die Frauen, die sich nach dieser Erfahrung sehnen und mehr davon haben wollen. Sie identifizieren sich hauptsächlich über Gefühle. Und den Männern macht es Angst, plötzlich vollkommen Gefühl zu sein, sie identifizieren sich hauptsächlich über Gedanken. Die Frauen beginnen, den Mann zu kontrollieren und die Beziehung, um zu bekommen, indem sie mehr Gefühl investieren. Der Mann versucht seine "Freiheit" zu kontrollieren, um (SICH) nicht (hin)geben zu müssen, weil er dann wieder die Kontrolle verlieren würde. Ein Teufelskreis.

 

Und so sind wir Frauen kurz nach dem Augenblick der EINS-Erfahrung bereits wieder in Gedanken ÜBER etwas, was wir erfahren wollen und suchen. In Schmerz und negativen Gedanken verstrickt, die entstehen, weil das Ego erkennt, es nicht zu besitzen (Schmerz) und gleichzeitig vorgaukelt, es irgendwann doch HABEN zu können (Sehn-SUCHT, Hoffnung, Wünsche). 

Und all diese Gefühle spielen sich INNERHALB der Liebe ab, des SEINs, wir haben sie die GANZE ZEIT schon, wir SIND die LIEBE.  Wir erkennen sie nur nicht, weil wir mit dem Ego identifiziert sind, welches unaufhörlich schmerzt und schreit, dass es nicht genug ist, was IST.

 

Jeder Gedanke an den anderen ist aber bloß ein Gedanke, der uns aus dem IST wegbringt. Ein Traum, den wir träumen, zu dem wir uns hinträumen, wenn wir das Jetzt ablehnen. Jedes leidvolle Gefühl nur eine Identifikation, mit der wir unser Ego füttern und stärken.

 

Hier und Jetzt ist das, was IST. Aber du wehrst dich dagegen, das Ego will immer woanders hin, wo es Erfüllung zu finden glaubt.

Er ist nie HIER.

Ja und?

DU bist hier und alles, was hier ist.

Nur deine gedankliches Bewertung und der Widerstand machen den Schmerz.


Sage immer öfter JA zum Leben, indem du aufhörst, dich zu wehren gegen das, was IST. Dein Kampf mit dir selbst ist ein Kampf gegen das, was ist. Dieser Kampf muss sich in äußeren Kämpfen spiegeln, da du nach außen spiegelst statt nach innen.

Je mehr du dich wehrst gegen das, was ist, desto schwerer und unerfüllter wird dein Leben. Und dann wehrst du dich immer stärker und schreist: Wie kann ich denn mit diesen schrecklichen Umständen und dem Mangel einverstanden sein?

Wenn du aufhörst, den Formen zu folgen, den Gedanken, Ideen, Gefühlen, Identitäten und Glaubensmuster, hörst du auf, dich gegen das Leben zu wehren. Und dann wird dir das Leben zu dienen beginnen, mehr als du DENKST.

Wahre Beziehungen finden nur im Moment statt, im Jetzt. Alles andere ist Kopfkino und nährt nur deinen Schmerz. Warum schmachten wir nach etwas, was nicht HIER ist? Es gibt immer zwei Möglichkeiten: es ändern oder loslassen, wenn man es nicht ändern kann.
Das Ego will Kontrolle und versucht uns mit Gedanken und Idenfikationen, wer wir sind und womit wir unser Leben füllen, abzulenken. Nur ja nicht ins jetzt! Dort droht Gefahr, dort lauert der Tod! Der Tod des Egos nämlich, des ICH-Gedankens.

 

Solange du dich dem Leben, wie es IST verweigerst, verweigerst du dich dir selbst. Solange du dich gegen das, was iST, wehrst, wirst du niemals finden und ankommen, egal, wo und was und wie lange du suchst.


Die Begegnung mit dem Seelenpartner kann dich in deine Befreiung führen, wenn du dich einlässt auf diesen scheinbar "harten" Weg. Wie weit du damit gehst, liegt bei dir, und entsprechend geschieht deine relative Befreiung innerhalb des Egos, welches bereits sehr erleichternd sein kann. Sie kann dich letztlich sogar absolut befreien, ins vollkommene Erwachen führen, denn nichts schleift dein Ego so umfassend ab, löst deine Befindlichkeiten so hartnäckig und unbarmherzig auf wie die Liebe.

 

An dieser Stelle "brauchst" du keine andere Leinwand mehr, um dich zu erkennen. Du bist dir der Liebe bewusst, die du b-IST.

Niemand kann dir etwas hinzufügen, weil das SEIN bereits alles enthält. Nur das Ego ist dazu verdammt, für immer und unvollkommen und im Mangel zu bleiben und deswegen zu leiden und permanent nach mehr zu verlangen.

 

An dieser Stelle verlässt dich die Suche (Sucht) nach einem anderen Menschen, denn du erfährst dich als VOLLSTÄNDIG.

Nun wirst du still. Du identifiziers dich nicht mehr mit den Wellen (Formen) an der Oberfläche des Meeres. Du bist die Stille in der Tiefe der See. Der Urgrund.
Jetzt bist du bereit, anderen Menschen neutral zu begegnen, ohne die Filter deines Egos. Du kannst sie WAHR-NEHMEN, weil du nun die Wahrheit siehst, nicht die verzerrten AB-Bilder deines Ego-Minds, deiner Ängste, Wünsche, Erwartungen.

Es erlaubt dir nun auch, IHN so wahr-zu-nehmen,  wie er ist, nicht wie du ihn bisher "kanntest". Und das könnte dich in großes Erstaunen versetzten. Denn das, was wir ausblenden, womit wir uns keinesfalls identifizieren wollen, sind wir bereits. Die Frauen cleverer und klüger als sie oft denken, und die Männer weicher und gefühlvoller, als ihnen lieb ist ;-)

 

Das Sein weiß, der Mind glaubt zu wissen bzw zu kennen.

 

Wenn du vollkommen JA zumLeben sagst, sagst du vollkommen  JA zu dir.

Und wenn du vollkommen JA zu dir sagst, kann das Leben endlich vollkommen JA zu dir sagen, inclusive anderer Menschen.

Wo sich ein Teil des Ganzen wieder als Ganzes erfährt, beginnt unendliche Fülle und Liebe.

 

 

Basiscoaching, Themencoachings und FortgeschrittenenCoachings als Wegbegleitung. (siehe meine Angebote)

 

(c) Ute Strohbusch, Oktober 2015

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Kommentare: 17
  • #1

    Michaela (Sonntag, 04 Oktober 2015 13:37)

    Der Wind sagte einmal zu mir, als ich Gott fragte: "Was genau ist Liebe?" - "JAAAAAAA".

    Als ich nochmals nachfragte, weil ich dies nicht vollständig nachvollziehen konnte, kam:

    "Die Liebe kennt nur ein Wort - und das heißt JA!"

  • #2

    Susanne (Sonntag, 04 Oktober 2015 16:05)

    Liebe Ute
    das habe ich schon gefühlte einhundert mal gehört und gelesen.
    Und doch verstehe ich es immer erst durch deine Artikel.
    Du hast die Gabe, die Worte tief in einen hineinzuschleusen, so dass man es fühlen und verstehen und aufnehmen kann.
    Von ganzen herzen Danke für deine einmalige wertvolle Arbeit. <3<3<3

  • #3

    Kerstin (Sonntag, 04 Oktober 2015 16:27)

    Haaaaaaaaaaammer! Wie immer :-)

  • #4

    Sabine (Sonntag, 04 Oktober 2015 17:36)

    Liebe Ute, wer sich mit dir auf die "Reise" begibt, erfährt durch deine immer wieder guten Beiträge mehr Klarheit. Jaaaaaaaaaaaaaaaa! Danke. Hilf uns weiter!

  • #5

    Antje (Sonntag, 04 Oktober 2015 21:50)

    Und wie kriege ich die Stimme in meinem Kopf weg?

  • #6

    Jenny (Sonntag, 04 Oktober 2015 22:25)

    Vielen Dank für deine Worte!!!!!:)
    Der Austausch aller Seelen untereinander ist so wichtig,wertvoll und voller Liebe.
    Die Worte einer alten und weisen Seele tun so gut und helfen uns allen!
    Dank auch unseren Seelenpartnern, die uns im Wachstum unterstützen!

  • #7

    Monika Myriel (Montag, 05 Oktober 2015 12:15)

    Liebe Ute, vielen herzlichen Dank für deine wundervollen Beiträge. Seid ich deine Seite entdeckt habe, komme ich zu den Feinarbeiten an meinem so Sein.Ich verstehe vieles viel besser und kann immer mehr ja zu mir sagen und dabei verändern sich die Gedanken und manches verschwindet ganz.

  • #8

    Bärbel (Montag, 05 Oktober 2015 13:29)

    Was für ein genialer Streich des Lebens, diese Ent-Wicklung der Seele seelennah erleben zu dürfen!!!! Und da hatte man vor Jahren gedacht, man hat schon alles erlebt..... Ich bin voller Ehrfurcht und Dankbarkeit!

  • #9

    Lizzy (Dienstag, 06 Oktober 2015 23:07)

    Meine Meinung und Erfahrung: Geben wir unser Ego ab, bläst sich das DS-Gegenüber noch mehr auf, weil er sich ja von unserem Ego (dieser besonderen Energie, diesen Frequenzen) nährt.

    Wir "Energie-Abgeberinnen" glauben dann schon wieder, wir hätten was gewonnen. Nee, im Gegenteil, wir verschieben das narzisstische Ungleichgewicht NOCH mehr zugunsten der aufgeblasenen Egomanen, breiten uns noch mehr aus und halten die DS NOCH mehr auf Abstand. Ich bin doch nicht bescheuert!

    Ob man in einer DS-Beziehung steckt oder nicht – für jeden Menschen ist es wichtig (= Erleuchtung), Ego, Geist und Seele in Einklang bzw. Balance zu bringen. Eine DS-Beziehung hilft einem wohl dabei, das schneller zu schaffen.








  • #10

    Anke (Mittwoch, 07 Oktober 2015 12:59)

    Vielen Dank für diesen neuen tollen Artikel! Das muss man jetzt schon alles mehrmals und sehr langsam lesen, es geht ganz schön in die Tiefe!

  • #11

    Martina (Donnerstag, 08 Oktober 2015 15:27)

    Danke!

  • #12

    Silke (Freitag, 09 Oktober 2015 09:45)

    Liebe Ute, ich am Wochenende auf deine Seite gestoßen beim googeln des Wortes "Seelenpartner". Seitdem lese und heule ich im Wechsel. Ich bin so froh, dich gefunden zu haben! Es ist, als löse sich durch das lesen bei mir der Schmerz meines ganzen Lebens auf.
    Zu tiefst bewegt
    Silke

  • #13

    Heinke (Mittwoch, 28 Oktober 2015 06:11)

    Manchmal, wenn es stürmt auf dem Meer,
    sosehr, dass die Wellen anfangen sich zu fürchten,
    lässt das Wasser, das eben noch Welle war,
    sich hinabsinken,
    hinunter in das tiefe, weite Dunkelblau
    wo hauchzarte Lebewesen schweben
    und es kühl ist und still.

  • #14

    Julia (Dienstag, 01 Dezember 2015 08:40)

    Liebe Ute,
    du führst so viele von uns in die Liebe und ins Erwachen. Vielleicht kanst du selbst gar nicht ermessen, wie wertvoll deine Arbeit ist. Mein herzlichster Dank für dein Wirken und Sein.

  • #15

    Mareike (Sonntag, 13 Dezember 2015 18:27)

    Danke, dass es Dich gibt!

  • #16

    Lola (Montag, 01 Februar 2016 23:30)

    Liebe Ute,
    vor über einem Jahr habe ich mich auf meine Suche gemacht. Ich dachte sooft das ich alles verstanden hätte doch der Schmerz wurde immer größer. Und umso mehr klammerte ich mich an Bekanntes, aus Angst alles zu verlieren. Als ich erkannte das ich keinen Schritt vorankomme wenn ich mich dem Neuen Unbekannten nicht öffne merkte ich erste kleine Erfolge. Durch deine Worte habe ich jetzt einen riesengroßen Schritt gemacht. Tränen der Erleichterung flossen. Es geht nicht um das V(ER)stehen sondern um das (ER)öffnen und dann fängt alle an zu fließen. Es fühlt sich wunderbar an...DANKE!!!

    Lola

  • #17

    Kerstin Hoche (Sonntag, 03 April 2016 11:03)

    Liebe Ute, deine Texte sind für mich wunderbar heilsam und haben mich meiner Quelle ein ganzes Stück näher gebracht. Von Herzen vielen Dank. Du hast eine wunderbare Gabe, die du an uns weiter gibst.
    In Liebe, Kerstin